Der Schrickenhof ist einer der ältesten Höfe in Kirchberg. Seit 922 war er als „Berghof“ im Besitz des Ursulastiftes in Köln. Im 13. Jh. wurde er an den damaligen Pächter Leffler verkauft. Dadurch war der Schrickenhof von Abgaben befreit („freiadeliges Sattelgut“). 1646 übernahm Johann Albert Schrick den Hof, von dem er seinen heutigen Namen erhielt. 

1714 pachtete Wilhelm Johnen den Schrickenhof, dessen Nachfahren das Gut als Erbpächter weiter bewirtschafteten. Ende des 18. Jh. kaufte es Gottfried Johnen, dessen Nachkommen den Hof bis zum Jahr 1994 betrieben als die zugehörigen Felder dem Tagebau Inden weichen mussten.

Der Schrickenhof, ein geschlossener Vierseithof aus Backstein, ist ein Zeuge der ländlichen Baukultur in dieser Region, wie sie seit Mitte des 18. Jh. bekannt ist. Torbau und Scheunentrakt sind bis heute in gutem Originalzustand erhalten. Das Wohnhaus von 1805 war ursprünglich mit einer Fachwerkfassade versehen, die später umgestaltet und verputzt wurde. Der Wohnhaus- anbau und die verschiedenen Stallgebäude wurden in der Nachkriegszeit erheblich verändert.