Alter DB Bahnhof Jülich Kirchberg (um 1980)

 

In Kirchberg trafen sich zwei Bahnstrecken, die der DB und die der Kreisbahn. Der Bahnhof Kirchberg diente somit als Übergabebahnhof für Güter und Umstiegs- möglichkeit für Reisende. Dazu verfügte er über das noch erhaltene Wartehäuschen der Kreisbahn (Königshütte) und das größere Bahnhofsgebäude der DB.

Die 27,6 km lange Strecke Aachen Nord - Jülich wurde in den 1870er Jahren von der Aachener Industriebahn AG gebaut und 1887 verstaatlicht. Sie diente der Anbindung mehrerer Steinkohlegruben sowie dem Personenverkehr und wurde besonders von Bergarbeitern genutzt. 1980 wurde der Personenverkehr, in den Folgejahren auch der Güterverkehr eingestellt. Große Teilstücke sind heute ein Fahrradweg.

Die Strecke der Jülicher Kreisbahn von Kirchberg nach Puffendorf wurde im Jahr 1911 eröffnet und 1912 zum Bahnhof Jülich Nord auf 15,2 km erweitert. Der Personenverkehr der Kreisbahn diente bis 1971 vorwiegend Schülern und Pendlern zur Verbindung in die damalige Kreisstadt Jülich. Der rege Güterverkehr, u.a. Rübentransporte zur Zuckerfabrik nach Jülich, verringerte sich seit den 1970er Jahren und wurde 1999 eingestellt. Die Gleisanlagen sind noch heute nahezu auf der gesamten Strecke erhalten.