Blick auf Kirchberg

Mittwoch, 19. März 2014
Jülicher Zeitung / Lokaltitel Juelich / Seite 13

Sorge um das „Herzstück des Dorfes“. Ortsvorsteher Ochsenbruch: Bevölkerung und Vereine wollen ein Signal setzen.

Kirchberg. Die Stadt Jülich hat eine Bürgerhallenkommission eingesetzt, die alle Einrichtungen in den Ortsteilen unter die Lupe nimmt. Das ist – zum Beispiel – auch den Vereinen, Nutzern und Verantwortlichen in Kirchberg nicht entgangen, und sie hegen Skepsis. Ortsvorsteher Johann Hubert Ochsenbruch äußert die Bedenken in einem Schreiben an Bürgermeister Heinrich Stommel: „Es gibt anscheinend den Grundgedanken, auf lange Sicht verschiedene Gebäude nicht mehr zu erhalten, sondern womöglich zu schließen.“ Mindestens 737 Kirchberger wären in diesem Fall dagegen.

So viele Unterschriften wurden laut Ochsenbruch für den Erhalt gesammelt und inzwischen dem Bürgermeister übermittelt. „Die Bürgerhalle in Kirchberg gehört zum Mittelpunkt unseres Dorfes und dem sozialen Leben und der Förderung der Dorfgemeinschaft“, so der Ortsvorsteher weiter. Durch ihre Größe und die bestehende Bühne werde sie nicht nur von Kirchbergern, sondern auch darüber hinaus für Veranstaltungen genutzt, die 100 oder mehr Gäste zählen.

Ochsenbruch: „Diese Halle ist das Herzstück des Dorfes. Es gibt keinen alternativen Raum in dieser Größenordnung für das Dorfleben und die Dorfgemeinschaft.“

Die Frauen und Männer im Ortsteil legen auch Eigeninitiative an den Tag und haben an und in der Halle bereits kleinere optische Verbesserungen vorgenommen.

Die fast 740 Menschen wollen mit ihren Unterschriften ein Signal setzen „und der Stadt zeigen, dass wir Kirchberger unsere Bürgerhalle brauchen“.

Bürgerschaft und Vereine signalisieren auch die Bereitschaft, mit der Verwaltung und dem Bürgermeister ins Gespräch zu kommen und gemeinsame Strategien zum Erhalt zu entwickeln.(-vpu-)