Blick auf Kirchberg

Donnerstag, 19. Februar 2015
Jülicher Zeitung / Lokales / Seite 22

Thomas Filser aus Kirchberg antwortet auf den Leserbrief „Es geht um unsere Arbeitsplätze“ in der Ausgabe vom 14. Februar:

 

Unsere Ortseinfahrt ist Richtung Jülich und nicht Richtung Schophoven! Da Sie ja somit, wie Sie selber schreiben, weder in Kirchberg wohnen noch aus Richtung Jülich kommend in unsere Heimat reinfahren, können Sie sich meines Erachtens am wenigsten erlauben, etwas über unser Ortsbild zu schreiben. Sie fahren zur Arbeit, wir fahren nach Hause! Mit Ihrer Argumentation hinsichtlich Dorfcharakter: „Wie also kann etwas verloren gehen, was nie da war?“ setzen Sie voraus, dass ich und viele andere Kirchberger, die mit der Ruine aufgewachsen sind, nicht in der Lage sind zu erkennen, wie schändlich diese unser Ortsbild prägt ?! Natürlich begrüßen wir nun den begonnenen Abriss der Ruine.

In puncto Kompromissbereitschaft scheinen Sie ebenfalls nicht richtig informiert zu sein. Die Fa. Eichhorn hatte die Gesprächsbereitschaft bereits im November abgebrochen und dies, obwohl seitens der Bürgerinitiative mehrere Kompromissvorschlägen erfolgt sind, im übrigen ohne der Firma die Produktion vorschreiben zu wollen. Diese Vorschläge, gestützt von 1100 Kirchberger Unterschriften, sind immer wieder mit fadenscheinigen Argumenten abgelehnt worden. Eine Reduzierung eines Hochregallagers von 40 auf 35 m ist kein Kompromiss und eine Industriebrücke über unsere Ortseinfahrt ist nicht akzeptabel für uns! Thema Arbeitsplätze und generell Firmenerweiterung: Wer hat gesagt, dass wir der Fa. Eichhorn die Erweiterung „verbieten“ wollen ? Wer hat gesagt dass die BI bestehende Arbeitsplätze zerstören oder die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen verhindern will ? Niemand! Bei unseren stets sachlich vorgebrachten Argumenten, dies bestätigen die mit uns im Gespräch befindlichen Politiker, haben wir auch an die Arbeitsplätze und Familien gedacht. Seien Sie gewiss, dass kein Angestellter durch einen Kompromissvorschlag wegen anderer Verteilung von umbauten Raum seinen Arbeitsplatz verliert. Und bitte: Was hat die am Ende des Dorfes in ortsverträglicher Höhe bebaute Industrie (12 m) mit Ihrer Wunschvorstellung am Ortseingang aus Richtung Jülich kommend zu tun ? Ist das wieder ein Versuch, unsachliche Diskussionen heraufzubeschwören, die hier nicht hingehören? 

Dass die von den, wie von Ihnen geäußerten „vorgeschickten Kinder“, Pappschilder hochhalten, ist nur gut und richtig. Die Eltern haben dies ja zudem auch getan und selbst Kinder haben ein Vorstellungsvermögen von klein und groß, wenn man ihnen Sachen zum Größenvergleich vorgibt. Da Plastikschilder nicht verrotten und schlecht für unsere immer bedeutsamer werdende Umwelt sind, haben wir uns für Pappschilder aus dem Altpapier entschieden.

Bleiben Sie bitte alle sachlich und gehen auch am Donnerstag bei der Stadtratssitzung mit normalem Menschenverstand an die Sache heran, dann kommt bestimmt eine gute und akzeptable Lösung für alle dabei heraus.