Kapelle am Schrickenhof

Aus Kirchberg bei Jülich
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Kommunionskinder vor der Kapelle am Schrickenhof um 1930.

Diese kleine Kapelle aus Backstein wurde 1832 von der Familie Johnen errichtet, den damaligen Besitzern des Schrickenhofs.

Der Altar im Innern mit Holzmensa, hölzernen Pilastern und Holzbogen ist im Original erhalten. Die ursprüngliche Christusfigur befand sich im Mai 1982 in einem sehr schlechten Zustand und wurde durch eine ähnliche ersetzt. Zusätzlich restaurierte der Kunstmaler Franz Josef Pelzer aus Altdorf die gesamte Kapelle. Die ursprüngliche Christusfigur der Kapelle hatte Johann Hubert Johnen im Jahr 1814 in Aachen gekauft. Der Erzählung nach tat er dies aus Dankbarkeit über seine Rettung, nachdem er als Bürgermeister Kirchbergs Anfang des selben Jahres von Kosaken bis in den Aachener Wald verschleppt wurde. Die Kosaken und nachfolgende andere Truppen belagerten zwischen Januar und April 1814 die Festung Jülich, im Rahmen der sog. Befreiungskriege von der seit 1794 dauernden französischen Herrschaft im Rheinland. Sie waren ab dem 17. Januar 1814 auch einen Monat in Kirchberg einquartiert.

Die Wegekapelle gilt als Zeugnis der Volksfrömmigkeit des 19. Jh. und ist Station bei der jährlichen Fronleichnamsprozession.